Hallo
Habe heute im Net einen interessanten Bericht gelesen. Hier mal ein Auszug:
Die Anzahl der Motorschäden nimmt dramatisch zu. Grund sind Kostendruck der Hersteller und Downsizing. Das ist alarmierend, weil schon bei einem Mittelklassewagen ein Austausch 10.000 Euro kostet.
Der Anteil der Motorschäden ist in der Schadensbilanz von Car Garantie, einem der größten europäischen Garantieversicherer, im vergangenen Jahr erneut angestiegen: von 9,2 auf 10,1 Prozent. 2013 betrug er noch 8,8 Prozent. Damit hat sich der auffällige Negativtrend der Vorjahre bei den Motorschäden auch 2014 weiter fortgesetzt – während sich die Schadenquote der übrigen Baugruppen nur unwesentlich veränderte.
Was geht am Auto am häufigsten kaputt? Im Gegensatz zu TÜV-Report oder ADAC-Pannenstatistik erfasst die Schadenanalyse der Freiburger CG Car Garantie AG das komplette Schadenspektrum. Die Daten für die Schadenbilanz 2014 lieferten 634.708 Gebrauchtwagengarantien und 459.400 Neuwagenanschlussgarantien sämtlicher Marken und Modelle, die im Vorjahr ausliefen. Die Durchschnittskosten pro Schaden betrugen 498,40 Euro.
Wunsch nach Komfort ist problematisch
Der zunehmende Käuferwunsch nach immer mehr Komfortelektrik hinterließ in der Car-Garantie-Statistik deutliche Spuren: Neben den Elektrikschäden entfielen weitere 10,9 Prozent der Defekte auf einen oder mehrere der elektronischen Helfer in Schiebedach, Fensterhebern, Außenspiegel, Feststellbremse, Sitzverstellung und so weiter. Vergleichsweise niedrig waren dagegen die Schadenquoten bei Klimaanlage (9,0 Prozent), Getriebe (4,8), Bremssystem (3,7), Lenkung (3,6), Abgasanlage (3,1) oder Sicherheitssystemen (2,0).
Schlüsselt man die Schäden nach der Höhe der Regulierungsbeträge auf, verschiebt sich das Bild: Hier liegen Motorschäden an der Spitze. Allein für sie mussten im vergangenen Jahr 20,9 Prozent (Vorjahr: 19,3) der Regulierungskosten ausgegeben werden. Schon bei Mittelklassewagen werden für einen neuen Motor häufig Beträge von 10.000 Euro und mehr fällig. Preisgünstigere Austauschmotoren sind vor allem für jüngere Baujahre wegen der immer kürzeren Modellzyklen häufig noch nicht verfügbar.
Zu den Ursachen der zunehmenden Motorschäden sagt Thomas Schuster, Prüfingenieur der Sachverständigenorganisation KÜS: "Steigender Kostendruck bei den Herstellern und immer mehr Elektronik führen offenbar dazu, dass die Langzeitqualität sinkt. Downsizing und das Streben nach immer höherer Effizienz, also Verringerung des Hubraums und der Zylinderzahl, gepaart mit verstärktem Einsatz von Turboladern, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf die Lebensdauer der Triebwerke."
Gruß Dirk