Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

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Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon Murdock » 14.08.2015 20:16

Hallo

Habe heute im Net einen interessanten Bericht gelesen. Hier mal ein Auszug:


Die Anzahl der Motorschäden nimmt dramatisch zu. Grund sind Kostendruck der Hersteller und Downsizing. Das ist alarmierend, weil schon bei einem Mittelklassewagen ein Austausch 10.000 Euro kostet.

Der Anteil der Motorschäden ist in der Schadensbilanz von Car Garantie, einem der größten europäischen Garantieversicherer, im vergangenen Jahr erneut angestiegen: von 9,2 auf 10,1 Prozent. 2013 betrug er noch 8,8 Prozent. Damit hat sich der auffällige Negativtrend der Vorjahre bei den Motorschäden auch 2014 weiter fortgesetzt – während sich die Schadenquote der übrigen Baugruppen nur unwesentlich veränderte.

Was geht am Auto am häufigsten kaputt? Im Gegensatz zu TÜV-Report oder ADAC-Pannenstatistik erfasst die Schadenanalyse der Freiburger CG Car Garantie AG das komplette Schadenspektrum. Die Daten für die Schadenbilanz 2014 lieferten 634.708 Gebrauchtwagengarantien und 459.400 Neuwagenanschlussgarantien sämtlicher Marken und Modelle, die im Vorjahr ausliefen. Die Durchschnittskosten pro Schaden betrugen 498,40 Euro.

Wunsch nach Komfort ist problematisch

Der zunehmende Käuferwunsch nach immer mehr Komfortelektrik hinterließ in der Car-Garantie-Statistik deutliche Spuren: Neben den Elektrikschäden entfielen weitere 10,9 Prozent der Defekte auf einen oder mehrere der elektronischen Helfer in Schiebedach, Fensterhebern, Außenspiegel, Feststellbremse, Sitzverstellung und so weiter. Vergleichsweise niedrig waren dagegen die Schadenquoten bei Klimaanlage (9,0 Prozent), Getriebe (4,8), Bremssystem (3,7), Lenkung (3,6), Abgasanlage (3,1) oder Sicherheitssystemen (2,0).

Schlüsselt man die Schäden nach der Höhe der Regulierungsbeträge auf, verschiebt sich das Bild: Hier liegen Motorschäden an der Spitze. Allein für sie mussten im vergangenen Jahr 20,9 Prozent (Vorjahr: 19,3) der Regulierungskosten ausgegeben werden. Schon bei Mittelklassewagen werden für einen neuen Motor häufig Beträge von 10.000 Euro und mehr fällig. Preisgünstigere Austauschmotoren sind vor allem für jüngere Baujahre wegen der immer kürzeren Modellzyklen häufig noch nicht verfügbar.


Zu den Ursachen der zunehmenden Motorschäden sagt Thomas Schuster, Prüfingenieur der Sachverständigenorganisation KÜS: "Steigender Kostendruck bei den Herstellern und immer mehr Elektronik führen offenbar dazu, dass die Langzeitqualität sinkt. Downsizing und das Streben nach immer höherer Effizienz, also Verringerung des Hubraums und der Zylinderzahl, gepaart mit verstärktem Einsatz von Turboladern, haben mit hoher Wahrscheinlichkeit Auswirkungen auf die Lebensdauer der Triebwerke."


Gruß Dirk
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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon GeWo-Z3 » 14.08.2015 21:39

Hallo Dirk,

die Entscheidung einen BMW Z3 zu kaufen kam nicht von ungefähr. Ich wollte auf jedenfall ein Auto mit vielen Zylinder und ordentlich Hubraum sowie möglichst wenig " Helferlein" . Ein Auto das man fahren muß und nicht wo man gefahren wird! Das die neuen Motoren öfter kaputt gehen kann ich nur bestätigen. Unter meinen Kollegen hat jeder 4. schon einen neuen Motor oder einen größeren defekt in der Elektrik gehabt. Punkten können sie nur mit den Benzinverbrauch, geringen Hubraum und viel PS sowie hohe Werkstatt-kosten. Fahrspaß, Freude und mal einen freundlichen Tankwart, habe im Urlaub 2-3mal in der Woche getankt, kennen sie nicht. :D

Alles nach dem Motto: GEIZ IST GEIL !!! :thumpsdown:

Viele Grüße aus Kiel

Gerd :D
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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon ThunderRoad » 14.08.2015 21:54

Murdock hat geschrieben:...Steigender Kostendruck...


Meiner Meinung nach der einzige Grund. 400 PS aus einem 2l-4Zylinder sind sicher problemlos standfest machbar - ist im Wesentlichen Auslegungssache. Aber dann ist er so schwer wie der 4l-V8 Sauger, den er ersetzen soll, genauso groß und vor allem genauso teuer. Aber nicht sparsamer und mit riesigem Turboloch...also sinnlos.
Wo man früher noch hier und da etwas "Angsteisen" verbaut hat, um keine Probleme zu riskieren, wirft man heute den Computer an, simuliert alles schön durch und stützt sich auf 130 Jahre Erfahrung im Motorenbau. Aber leider vergißt man, daß nicht jeder Herstellungsprozess in der Praxis zu 100% funktioniert - und dann fliegt halt irgendwas auseinander.

Auf die Elektronik würde ich es nicht schieben. Eine elektronische Einspritzung/Zündung ist mit Sicherheit um ein Vielfaches zuverlässiger als ein Motor mit 4 Dreifachvergasern, Choke und klassischem Zündverteiler :wink:. Die Zahl der Fahrzeugbrände ging mit dem Verschwinden des Vergasers sicher auch deutlich zurück...

Und zum Thema "Lieber einen Z3 gekauft": Speziell der M52 scheint zwar wirklich unverwüstlich zu sein. Trotzdem würde ich jedes neue Auto als zuverlässiger einschätzen als einen 15-20 Jahre alten Gebrauchten. Vor allem kostet es nix, wenn was kaputt geht und einen Ersatzwagen gibt's auch...
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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon eisi » 15.08.2015 08:28

Servus!
ThunderRoad hat geschrieben:
Murdock hat geschrieben:...Steigender Kostendruck...

Und zum Thema "Lieber einen Z3 gekauft": Speziell der M52 scheint zwar wirklich unverwüstlich zu sein. Trotzdem würde ich jedes neue Auto als zuverlässiger einschätzen als einen 15-20 Jahre alten Gebrauchten. Vor allem kostet es nix, wenn was kaputt geht und einen Ersatzwagen gibt's auch...

Da bin ich anderer Ansicht. Als Mitglied in einem Vierbuchstabenclub bekomme ich diesen so oder so - gratis als +Mitglied.
Ich fahre täglich 180km zur Arbeit und zurück - mit meinem "alten Fuhrpark".
Bisher liege ich in Punkto "Defekte" oder "Panne" bei NULL - bis auf eine ausgefallene Zündspule in meinem 14 Jahre alten T-Car.
Der Verbrauch regelt sich über den rechten Fuß und die Werkstatt- und ET-Kosten sprechen auch für mich.

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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon mattzer » 15.08.2015 09:27

ThunderRoad hat geschrieben:Trotzdem würde ich jedes neue Auto als zuverlässiger einschätzen als einen 15-20 Jahre alten Gebrauchten. Vor allem kostet es nix, wenn was kaputt geht und einen Ersatzwagen gibt's auch...


Ich tippe drauf das auch genau das "es kostet ja nix" dazu führt das manche neuen Autos defekt gehen. Es kostet schon etwas, nur sind die Kosten bei der Werkstatt. Viele neue Autos sind geleast und der Umgang mit dem Auto ist nicht der selbe wie mit dem Eigenen.
Viele Leute interessieren sich nicht mehr für Autos und sehen es als ein Ding was sofort funktionieren muss, wie nen ipod. Aber dem ist ja so nicht...

Ich sehe übrigens nix in dem Zitat davon wieviele Neuwagen hochgehen und wieviele Gebrauchte, hier halte ich es nach dem Motto: traue keiner Statistik die Du nich selbst gefälscht hast..

MfG
Matthias, der schon nen S50 verloren hat, ohne dran schuld gewesen zu sein...
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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon Matze36/8 » 15.08.2015 12:26

Servus,

da bin ich ganz mattzer's Meinung, es gibt nicht mehr viele von unserer Sorte, die ihr Auto "lieben" und pflegen!!
Die Deutschen entwickeln sich immer mehr in die Richtung, das Auto ist ein Gebrauchsgegenstand und muss einfach nur noch funktionieren.
Dazu kommt, dass keiner mehr so langfristig denkt wie früher, wenn sich die Menschen heute ein neues Auto kaufen und das Nachfolgermodell erscheint, ist bei 80% der erste Gedanke..., boah, der is ja noch geiler wie mein Modell und tauschen dann auch wirklich ihr Auto, gegen das neue Modell, ein.

Wo die Autos früher im Schnitt 8-10 Jahre bei einem Besitzer waren, würde ich heute von der Hälfte der Zeit ausgehen.
Naja, der Wandel der Zeit....

Gruß Matze
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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon ralfistmeinbruder » 15.08.2015 12:44

Im Augenblick ist ja der VAG Konzern wegen sterbender Motoren in der Kritik(TSI Steuerketten,Ölverbrauch beim 1.8). Hier ist wohl hauptsächlich der Kostendruck gegenüber den Zulieferern der Grund.
Man schaue sich aber einfach mal die Literleistung des M52B28 gegenüber den Turbos,aber auch gegenüber den letzten Saugern an. Der Boxster hat eine Literleistung von 100ps/l gegenüber 70ps/l beim M52. Da die höhere Literleistung fast ausschließlich über die Drehzahl erreicht mit entsprechend höherem Verschleiß. Bei den Turbos kommen dann noch die Probleme durch die Turbohitze und die notwendige Steuerung hinzu.
Ich bin generell der Meinung,dass die Autos der 90er Jahre die Langlebigsten sind. Zu dieser Zeit waren die Rostprobleme der 70er Jahre endgültig unter Kontrolle(von Mercedes mal abgesehen :mrgreen: :pssst: ),die Motorentechnik bezüglich der Toleranzen im Griff und die Ingenieure standen meist noch vor den Designern und Kontrollern. Man glaubte noch daran durch ein Qualitätsimage Marktanteile erobern zu können und baute dementsprechend Langzeitqualität. Mittlerweile hat man in den Zentralen erkannt,dass zu lange Haltbarkeit den Verkauf von Neuwagen hemmt und Produktionsphilosophien dementsprechend angepasst. :pssst:
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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon ThunderRoad » 15.08.2015 12:55

eisi hat geschrieben:Als Mitglied in einem Vierbuchstabenclub bekomme ich diesen so oder so - gratis als +Mitglied.
.
.
.
Bisher liege ich in Punkto "Defekte" oder "Panne" bei NULL - bis auf eine ausgefallene Zündspule in meinem 14 Jahre alten T-Car.


Den Ersatzwagen bekommst Du vom ADAC, aber die Reparatur nicht :wink:

Meine Bilanz mit meinen bisherigen Alltagsautos (alle zwischen 1 Jahr beim Kauf bis max. 8 Jahre alt beim Verkauf):

Corsa B 1.4: Keine Panne, keine Reparaturen in 2 Jahren. Hat aber Öl gesoffen wie Wasser und nach 3 Jahren zu rosten angefangen.
Golf 3 GTI 16V: Keine Pannen, ein defekter Hallgeber und Auto hat Keilriemen "gefressen" (alle 15tkm ein neuer fällig)
BMW 328Ci (E46): Ein defekter Entlüftungsschlauch (20€) und ausgerissene Hinterachsaufnahme (außer Konkurrenz, weil von BMW inkl. Ersatzwagen komplett übernommen worden - bei einem 7jährigen Auto)
BMW 120d (E87): defektes Thermostatgehäuse und kaputter Turbolader nach 150tkm (2000€) - der Turbo war die einzige größere Reparatur in meiner Autokarriere
BMW 325i (E92): in 3 Jahren 0,0 Probleme. Nicht mal das allerkleinste...Im Rahmen einer Kulanzaktion wurden die Zündspulen getauscht, hatte mit den alten aber auch keine Probleme
BMW M135i (F21): Hab ich erst 5 Monate, läuft perfekt.

Und jetzt die Reparaturen vom Z3 in 3 Jahren und gerade mal 13tkm (vorneweg: Auch hier gabs keine Panne, Verschleißteile führe ich auch nicht auf):
- Ventildeckeldichtung
- Kurbelgehäuseentlüftung
- beide Krümmerkats defekt
- Türkontaktschalter
- Kofferraumkabelbaum
- Verdeckschalter
- Spurstangen ausgeschlagen, Spur völlig verstellt
- Verdeck abdichten
- Heckscheibe neu eingesetzt
- komplette Scheibenwaschanlage gereinigt, Pumpe ersetzt usw.
- mindestens ein halbes Dutzend Lämpchen und Birnchen ersetzt, Kontaktprobleme beseitigt usw.
- Lautsprecher nach Defekt getauscht
- vom Vorbesitzer direkt vor meinem Kauf: ABS-Steuergerät und Airbag-Steuergerät
- noch anstehend: Domlager + Stoßdämpfer

Dazu noch zahllose nicht zwingend notwendige "Optimierungen" wie Sitz neu aufgearbeitet, EFH justiert etc.

Also im Klartext: Der Z3 verlangt nach 3 Jahren mit Saisonkennzeichen nach mehr Instandhaltung als alle meine bisherigen Autos in den letzten 18 Jahren zusammen. Heißt nicht, daß ich ihn für chronisch unzuverlässig halte. Aber mehr "Liebe" braucht der schon. Und vor allem muss man das auch meist selbst erledigen - in jedem Fall aber selbst bezahlen...nach den Maßstäben eines Neuwagens müsste ich meinen Z3 als miesesten Montagswagen der Welt bezeichnen bzw. es wäre ein Fall zum Wandeln.
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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon eisi » 15.08.2015 14:56

Servus!

Klar brauchen ältere Fahrzeuge "Zuwendung"; modernere Fahrzeuge nicht?
Da kann man so gut wie nichts mehr selbst machen. Die Zuwendung für das moderne Kfz kauft man sich für mehrere hundert Euro, und das bei jedem Werkstattbesuch.
Im Klartext: Es gibt kein Fahrzeug, bei dem am Jahresende Geld zurück kommt!
Es unterscheiden sich aus meiner Sicht im Schwerpunkt beim Preis.
Die Aufstellung von "ThunderRoad" ist sicherlich real - aber nicht die Regel.
In 50 Monaten und 108.000 km hat mir meine J-Lo auch Investitionen abverlangt:
- ein Satz Bremsen rundum
- eine neue Kupplung mit Schwungrad
- Beisan-RepSatz
- Motorgehäuseentlüftung
- Ventildeckeldichtung
- DiffDichtung
- alle Gummilager der VA
- Fahrwerk
- ViskoElement samt Lüfter
- Wasserpumpe
- Verdeck
- Wackelsitzreparatur
und noch ein paar Kleinigkeiten.
Mein Arbeitskollege hat einen neuen Premiumherstellerwagen - dem seine Liste ist nicht minder kürzer und das in nur 18 Monaten!
Bezahlt hat er kaum etwas dafür, da stimme ich überein.
Aber bei 1.000,-€ Wertverlust im Monat ist das nicht mehr ausschlaggebend.
In 18 Monaten macht das auch nur 18.000,-€.
Da bekomme ich einen vollrestaurierten Z3 2.8 für das Geld. Und diese Rechnung tut weh.
Reparaturen kommen oder nicht, der Wertverlust bleibt sicher. Und bei meinen gut 50.000km jährlich ist ein Neuwagen irrelevant. Damit zahle ich ausschließlich die Dividenden und Boni's; dafür muss ich mein Geld zu schwer verdienen.
Letztlich kann man sich alles schönrechnen - ich bin bisher gut gefahren und werde diese Art der Fuhrparkbestückung beibehalten.

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Re: Warum heute immer mehr Motoren kaputt gehen

Beitragvon edwin blank » 15.08.2015 16:26

Hallo,

Ich habe in 35 Jahren noch nie einen Motorschaden gehabt obwohl ich 60.000 Km pro Jahr fahre.
Warmfahren ist sehr wichtig, die Wassertemperatur ist nebensache, die Öltemperatur ist da viel wichtiger. (80 Grad).
Die besten Autos waren ein 200D (Strich Acht und W124) aus Stuttgart.
Das beste Auto überhaupt ist mein Lexus LS400 V8 mit Luftfederung aus 1996.
Nur Reifen, Bremsen, und Wartung, alle Teile sind noch original (sogar die Birnen) und es gab noch nie eine Störung.
Als der LS400 kam sagte der Technikvorstand von Daimler: "diese Autos machen mir Angst, die sind einfach perfekt".
Rost: Fehlanzeige beim LS 400, Fahrwerk bis heute ohne Spiel, Elektronik: keine Störungen.

Gruss,

Edwin
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